Wofür ist die Jugendgerichtshilfe da?

Das steht in § 38 Abs. 2 des JGG:

Die Vertreter der Jugendgerichtshilfe bringen die erzieherischen, sozialen und fürsorgerischen Gesichtspunkte im Verfahren vor den Jugendgerichten zur Geltung. Sie unterstützen zu diesem Zweck die beteiligten Behörden durch Erforschung der Persönlichkeit, der Entwicklung und der Umwelt des Beschuldigten und äußern sich zu den Maßnahmen, die zu ergreifen sind.

Die Jugendgerichtshilfe stellt also eine Art Gutachten über den Angeklagten an und liefert die Hintergründe zu seiner Lebenssituation. Diese Erkenntnisse helfen dem Gericht bei der Urteilsfindung.

Daneben ist die JGH aber auch für ganz konkrete Entscheidungsvorschläge zuständig:

  • die Anwendung von Jugend- oder Erwachsenenrecht bei Heranwachsenden
  • die Festlegung der Rechtsfolgen

Bei einer Jugendstrafe auf Bewährung wacht die Jugendgerichtshilfe, sofern kein Bewährungshelfer bestellt wurde, auch über die Erfüllung der Bewährungsauflagen.